Die Liebe zwischen zwei Menschen hat das biologische Ziel, die Art zu erhalten, also sich fortzupflanzen und dieses Ziel können gleichgeschlechtliche Paare nicht erfüllen. Dann hat die Liebesvereinigung von Mann und Frau auch den Zweck sich gegenseitig zu beschenken. Daraus soll neue Kraft für den Alltag erwachsen. Die Paare sollen immer mehr und inniger miteinander eins werden. Liebe fördert auch die gegenseitige Entfaltung und den gegenseitigen Beistand.

Damit das kleine Kind optimale Voraussetzungen zu seiner Entwicklung hat, sollten Vater und Mutter gemeinsam liebend fürs leibliche Wohl, aber genauso für das seelisch-geistige Wohl des Kindes sorgen. Geborgenheit und eine gesunde Lebenskraft entwickeln sich im Kinde durch erlebtes Vertrauen, durch empfundene Liebe und Dankbarkeit; also durch das Vorleben erstrebenswerter Werte.

Liebe kommt aus Gott uns Menschen zu. Wir Menschen dürfen diese Liebe aufnehmen und weiter schenken. Liebe kann nur in der Reinheit des Herzens erhalten bleiben und sich vermehren. Die Liebe ist an Gesetzmässigkeiten des Guten gebunden oder sie verschwindet. Demnach gibt es keine Liebe losgelöst von Moral. Gottes Wille ist es, dass die Verbindung von zwei Menschen aus Liebe geschieht und die Möglichkeit der Fortpflanzung beinhaltet. Liebe sagt nie ich, sondern du oder wir. Liebe ist auch bereit zur Aufopferung. Denken wir da als erstes an die Mutterliebe.

Etwas anderes ist Freundschaft. Sie ist ein Bund auf Zeit und kann und soll sehr wohl unter gleichgeschlechtlichen Wesen erblühen. Jede Frau sollte eine gute Freundin haben, mit der sie über alles sprechen kann. Jeder Mann sollte einen besten Freund haben. Freundschaft heisst nicht, dass man sich in allem einfach recht gibt, sondern, dass man einander jederzeit mit Rat und Tat beisteht und auch die ehrliche Meinung zu einer Sache vertritt, wenn der Freund eine gegenteilige Meinung hat. Eine Freundschaft kann voll der Liebe sein. Die Liebe hat aber in der Freundschaft eine andere Aufgabe und eine andere Ausprägung. Es geht also nicht um körperliche Liebe. 

Wenn eine gleichgeschlechtliche Freundschaft den Schritt zur körperlichen Liebe vollzieht, dann ist dies von der Natur aus betrachtet eine Fehlleitung. Was ist zu tun, wenn alle Gefühle und die Lust uns auf diesen falschen Weg ziehen? Dann ist unser Geist gefordert. Der Geist kann die Situation analysieren und Schlüsse ziehen, wie ich es oben getan habe. Viele Menschen haben ein Opferleben. Denken wir an Gelähmte, an Krebskranke, Süchtige. Dürfen wir dem Alkoholiker seine Sucht zugestehen oder kommen dann er selbst und auch andere direkt oder indirekt zu Schaden?

Menschen, die sich zu gleichgeschlechtlicher Liebe hingezogen fühlen, sollen sich zuerst prüfen, ob dies durch Bewusstmachung der Situation und durch therapeutische oder seelsorgerische Hilfe lösbar ist. Oft ist dies wirklich lösbar. Wenn nicht, so haben wir einen Auftrag, diese Neigung nicht auszuleben, und eben wohl gute Freunde zu haben, aber nicht in ein sexuelles Abenteuer abzugleiten, das der universellen Ordnung zuwiderläuft. Denken wir zurück in der Weltgeschichte, so stieg in Wohlstandgesellschaften immer der Anteil gleichgeschlechtlicher Paare deutlich an, bevor diese Kulturen wieder zerfielen.

Aus seelsorgerischer Sicht sind die Menschen mit einer Neigung zur gleichgeschlechtlichen Liebe genauso wertvolle Menschen wie alle andern. Jeder Mensch hat seine Stärken und jeder  hat seine Schattenseiten. Diese Menschen verdienen unsere vollkommene menschliche Anerkennung. Doch ihre Neigung dürfen wir nicht als gleichwertig betrachten wie die Anziehung zwischen Mann und Frau. Die Liebe zwischen Mann und Frau hat den schöpferischen Zweck der Fortpflanzung. Auch in der ehelichen Liebe gibt es eine Ordnung und Regeln, die einzuhalten sind. Auch dort gibt und gab es schon immer viel Ungutes. Auch dort ist die wahrhafte Liebe, die gibt ohne zu fordern, oberstes Gebot! 

«Wer sucht, der findet. Wer anklopft, dem wird aufgetan. Wer bittet, der empfängt.» Fast alle unguten Neigungen können in der Liebe Gottes und mit Seiner Hilfe umgewandelt werden in reine Lebenskraft. Und für alle Fehlleitungen jeder Art, die wir in diesem Leben nicht zu ändern vermögen, gibt Gott uns die Kraft, sie in Liebe und Geduld zu tragen und im  Zaume zu halten. Der zum Diebstahl Getriebene darf seine Neigung auch nicht ausleben. Der zur Wut neigende hat auch nicht das Recht, andere zu prügeln aus Frust. Der Drogensüchtige verdient unsere ganze Liebe und Fürsorge, aber dennoch dürfen wir seine Sucht nicht als normal betrachten. 

In der Bibel wird diese Unterscheidung wie folgt gemacht: «Gott liebt den Sünder, aber er verabscheut die Sünde.» Was ist Sünde? Absonderung von Gott. Durch Fehlentwicklungen verlassen wir den Einflussbereich Gottes und entfernen uns von Seinem Licht. Wir sollen beten und bitten, dass wir selbst, unsere Freunde, unsere Feinde und die ganze Menschheit genesen dürfen von ihren Schwächen und Fehlern. Beten, dass das Reich Gottes immer mehr in uns verwirklicht werden kann. Bitten, dass es ein Aufblühen der Schöpfung gibt und alles wieder in die ewige, herrliche Ordnung des Vaters zurück findet.

Jederzeit darf persönliche Hilfe angefordert werden.

Benedicite

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