Dies ist eine wunderbare Fragestellung, eine edler Wunsch.

1. Glaube ist und bleibt Glaubenssache.
Glaube ist eine Gnade; das heisst ein Geschenk Gottes.
So kann man mit dem Glauben nie leichtfertig umgehen und noch viel weniger darf man andern seinen Glauben aufdrücken, einreden oder gar aufzwingen wollen.

Glaube ist eine wunderbare Blume, die nur wächst, wenn man ihr guten Boden, Licht, Wärme, Luft und genügend Platz zur Entfaltung schenkt.

Gott sei Dank ist es so, dass es nicht einfach einen richtigen Glauben gibt. Es gibt viele gute Gemeinschaften, die aus ganzem Herzen das tun, was sie als richtig erkennen. Sie lieben Gott, sie sind dankbar, sie lieben den Nächsten wie sich selbst und somit tun sie das Beste. 

Wenn ich andere wirklich zum Glauben führen will, so muss der Glaube zuerst in mir zum Leben erblüht sein. Aus der Blüte reifen Früchte heran. Sind diese Früchte schmackhaft, so möchten andere auch davon essen! Das eigene gute Beispiel ist entscheidend, unsere Taten und nicht unsere frommen Worte. Viele können schön reden und schreiben. Doch Christus gab das Gleichnis vom Baum mit den guten Früchten. "An den Früchten werdet ihr sie erkennen."

Weiter dürfen wir beten, also Gott und seine Engel bitten für andere Menschen, dass er ihnen die Gnade des Glaubens erweckt.

Es ist auch erlaubt, ein guter Zuhörer zu sein und im richtigen Moment mal einen kleinen Gedanken einzubringen. Dies aber aus echter Liebe und nicht in der Hoffnung, dass ich jemanden für meinen Glauben gewinnen kann, um der Schar einen zuzählen zu können.

Unser Wollen darf einzig ein Dienst sein für diesen Menschen aus Liebe, nicht aus Berechnung. 

Ja, wenn wir glauben, so haben wir die Aufgabe für alle Menschen zu beten und in der Liebe zu allen Menschen zu wachsen, dass unser Baum gute Früchte bringt und damit Segen für die ganze Welt.

Einzig die Liebe kann Gutes bewirken.

Ich wünsche Ihnen in diesem Sinne viel Freude, Liebe, Kraft und Segen, damit ihr Leben gut gelingt.

Benedicite

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